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Gibt es Kinder? Wer schaut auf sie?
- Die Kosten für die Kita zahlt ihr nur für wenige Jahre, die Vorteile halten lange.
- Viele Gemeinden bieten vergünstigte Kitatarife an, informiert euch.
- Kosten für die Kinderbetreuung können von den Steuern abgezogen werden.
Kinder kosten – aber sie müssen dein Budget nicht sprengen. Die Kita kann teuer sein, aber wenn du wenig arbeitest, kann das langfristig mehr kosten. Denn die Jahre zwischen 30 und 40 sind für die Berufslaufbahn und somit für deine Altersvorsorge entscheidend.
Kita, Grosseltern oder selbst betreuen?
Wollt ihr Kinder? Prüfe, was vom Lohn bleibt, wenn dein Kind in die Kita geht – und warum sich Erwerbsarbeit meistens trotzdem auszahlt.

Kinder sind ein Geschenk...
kommen aber nicht ganz gratis.
Planst du eine Familie oder bist schon mittendrin? Dann ist das Finanzielle sicher ein Thema. Klar, Kinder kosten – für Essen, Kleidung, Hobbys und Co. kannst du je nach Alter mit etwa 1'400 bis 1'900 CHF pro Monat rechnen (das sind rund 17'000–23'000 CHF im Jahr, laut Zürcher Kinderkosten-Tabelle).
Die Kosten für die Kita oder Tagi kommen obendrauf. Das kann erstmal abschrecken, gerade wenn man die Kita-Kosten gegen das zweite Gehalt rechnet. Aber schau genauer hin: Es lohnt sich meistens doch! Und dein Job sichert dir mehr als nur das aktuelle Einkommen. Denn ein grösseres Erwerbspensum bedeutet nicht nur mehr finanzielle Unabhängigkeit und intakte Aufstiegschancen, sondern stärkt auch deine soziale Absicherung – zum Beispiel durch eine höhere Altersvorsorge. Das gibt dir Sicherheit– heute und in Zukunft, ganz egal, wie dein Lebensweg verläuft (denn rund 40% der Paare trennen sich irgendwann).
Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und unbezahlter Arbeit
In der Schweiz ist es nach wie vor eine grosse Herausforderung, Erwerbsarbeit und Familienarbeit miteinander zu vereinbaren.
Aber die Dinge verändern sich, und du kannst Teil dieser Veränderung sein! Auch die Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter: Das Parlament hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Unterstützung für die familienergänzende Kinderbetreuung stärken soll, um dazu beizutragen, Betreuungsangebote zugänglicher und erschwinglicher zu machen. Gleichzeitig läuft eine Volksinitiative für einen Familienurlaub, die sich derzeit in der Phase der Unterschriftensammlung befindet.
Auch Arbeitgeber spielen bei dieser Entwicklung eine zunehmend wichtige Rolle. Immer mehr Unternehmen schaffen Bedingungen, die eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben ermöglichen: Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaube, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen, flexible Arbeitsmodelle oder die Möglichkeit, das Arbeitspensum vorübergehend zu reduzieren und später zum ursprünglichen Pensum zurückzukehren – sowohl für Mütter als auch für Väter.
Informiere dich und frage nach: Was bieten dein Arbeitgeber und der Arbeitgeber deiner Partnerin bzw. deines Partners konkret an? Welche Möglichkeiten gibt es für Teilzeitarbeit – auch für Väter –, Homeoffice, Urlaub oder Unterstützung für Familien?
Mehr Infos zu Familie und Vereinbarkeit:
- Das Modul Rollenteilung gibt Tipps, wie bezahlte und unbezahlte Arbeit innerhalb des Paares besser verteilt werden können.
- Tipps für die Vereinbarkeit in der Schwangerschaft und Kleinkindphase gibt die Mamagenda des Gewerkschaftsdachverbands Travail.Suisse
- Die Seite Unbezahlte Care-Arbeit: Finanzielle Risiken mindern gibt Tipps für den Fall, dass sich eine Arbeitsteilung zu gleichen Teilen nicht realisieren lässt.
Nicht fündig geworden? Mehr Informationen findest du hier.


